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Das sind 4 bekannte Börsenstrategien die man unbedingt kennen sollte!

Die bekanntesten Börsenstrategien

Auch in der Welt der Aktien gibt es Weisheiten und Strategien, die den Anlegern eine Orientierung in einer weitgehend nicht prognostizierbaren Welt liefern sollen. Seit Bestehen der Börse wird um die „richtige“ und „beste“ Strategie gestritten. Jeder Anleger sollte sich vor einem Investment an den Kapitalmärkten eine persönliche Strategie überlegen – um möglichst ohne viele Emotionen handeln zu können.

Bevor man sich also die folgenden unserer Meinung nach bekanntesten Börsenstrategien ansieht muss man sich klar machen, was sie tatsächlich sind: Bloße Behauptungen einer zukünftigen Entwicklung, die niemand wirklich voraussagen kann.

Denn klar ist auch, dass sollte eine der folgenden Börsenstrategien immer zutrefffen, schon jedermann Millionär sein würde.

Das sind also die bekanntesten und verbreitetsten Strategien auf dem Parkett:

Saisonal anlegen – „Sell In May“

Dies ist eine der einfachsten Börsenstrategien, da sie nur einem einzigen Parameter folgt, nämlich einem Erfahrungswert. Die Dividendenrendite im DAX und auch bei anderen großen Blue-Chip-Indizes ist aus Erfahrung in den Monaten August und September am niedrigsten.

Die Strategie lautet schlicht: Im September kaufen und im Mai wieder verkaufen, den hoffentlich gemachten Gewinn horten und im September wieder nach dem gleichen Prinzip verfahren machen.

Diese Strategie kommt aus den USA der 20er Jahre („Sell in May“) und hat im Prinzip oftmals funktioniert. Der Effekt hat sich indes mit dem Aufkommen des Smartphone-Handels abgeschwächt, da er vermutlich ursprünglich den Ferien und dem Verreisen der Makler geschuldet war.

The Trend is your Friend

Dies bezeichnet die Strategie, steigende Papiere zu kaufen und sie wieder zu verkaufen, wenn der Kurs zu sinken beginnt. Das klingt einfach, aber es ist schwer, oder gar unmöglich, den einen richtigen Zeitpunkt zu kennen.

Man muss sich damit abfinden, nie den perfekten Zeitpunkt „erwischen“ zu können. Wer zu spät einsteigt, kann in Folge der Handelsgebühren am Ende Verlust machen. Häufig benutzt wird diese Strategie beim Kauf und Verkauf innerhalb eines Tages („Daytrading“).

Sinnvoll ist es, sich an der 200-Tage-Linie zu orientieren. Sie bildet sich aus den Schlusskursen eines Papiers an den letzten 200 Börsentagen. Durchbricht der Kurs diese Linie nach oben, wird gekauft.

Durchbricht er sie dann wieder nach unten, wird verkauft.

Diese Strategie gilt als sehr erfolgreich und kann natürlich auch komplexer gestaltet werden, um mehr oder weniger riskant zu agieren. In den letzten beiden Jahren waren die Ergebnisse indes enttäuschend; eine Erklärung gibt es (noch) nicht.

Dogs of the Dow

Die Dogs of the Dow Strategie ist gewissermaßen das Gegenteil zur Trend-Strategie: Der Anleger kauft die z.B. zehn Aktien aus einem Blue-Chip-Index, welche in der Vergangenheit die höchste Dividende abgeworfen haben.

Die Überlegung ist, dass Dividenden weitaus weniger schwanken als Aktienkurse und daher die Papiere solcher Unternehmen generell eher unterbewertet sind. Wer einen langen finanziellen Atem hat, muss also über kurz oder lang stark profitieren.

Auch diese Strategie galt lange als sehr erfolgreich, versagte aber komplett in den Krisenjahren 2007 und 2009.

Besonders beliebt sind Dividenden-Strategien bei konservativen Anlegern, geht man doch davon aus, dass Unternehmen, die stetig und verlässlich Dividenden zahlen gesund seien und erfolgreich wirtschaften – über Jahre hinweg.

Cost Average

Sicher die „langweiligste“, dafür aber vielleicht auch eine gut gangbare Variante: Man legt einen festen monatlichen Betrag, zum Beispiel 200 Euro, in einen Dax-Indexfonds (ETF). Hier sind die Gebühren niedrig und die Risikostreuung ist bereits dadurch gegeben, dass man automatisch die entsprechenden Unternehmens-Bruchteile des Dax kauft – zum Monat für Monat aktuellen Höchst- oder Tiefstpreis.

Dies wird vollkommen unabhängig davon gemacht, wie die Kurse gerade stehen. Hier kann man vielleicht keine unerwarteten Traumgewinne machen, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in wirtschaftlich guten Jahren (beim Setzen auf den Dax: in Deutschland) eine solide Rendite erwirtschaften.

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