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Geschlossenes Depot: Das Wichtigste im Überblick

Geschlossenes Depot: Was ist das?

Das geschlossene Wertpapierdepot ist für Bankkunden eine sehr selten gewordene Form der Aufbewahrung. Ein geschlossenes Depot verwahrt Gegenstände und Wertpapiere in einbruchsicheren und feuersicheren Tresorräumen des jeweiligen Bankinstituts. Die Wertpapiere und Gegenstände werden, im Gegensatz zum offenen Depot, dem Verwahrer bei Einlieferung geschlossen übergeben.

Vom üblichen Depot unterscheidet es sich erheblich.

Speziell für physische Wertpapiere

Das Kreditinstitut hat somit keinerlei Kenntnis über die Art der verwahrten Gegenstände. Das geschlossene Depot basiert auf einem Mietvertrag zwischen Bank und Kunden über ein Schließfach oder einem Safe. Das Kreditinstitut hat für den Verschluss der Mietsache zu sorgen und dem Mieter Zugangsmöglichkeiten zu gewähren. Der Mieter ist verpflichtet, die Schrankfachmiete zu zahlen und darf keinerlei gefährlichen Gegenstände aufbewahren.

Die Bank haftet im Schadensfall nur für grobes Verschulden.

Hinterlegt der Kunde Wertpapiere in einem geschlossenen Depot, handelt es sich nur um solche, für die auch tatsächlich eine Urkunde ausgestellt und ausgehändigt wurde. Alle Tätigkeiten, die in Verbindung mit den Wertpapieren stehen, führt das Kreditinstitut aus. Alle Verwaltungsaufgaben obliegen dem Kunden selbst.

Hier zeigt sich, warum das geschlossene Depot so selten geworden ist. In der Regel werden geschätzte 99,99% aller Aktien lediglich „digital“ verwaltet. Dass wirklich physische Aktien ausgegeben werden, ist in der Praxis fast ausgeschlossen. Gehandelt wird in Skeundenschnelle per Computer.

Für bestimmte Vermögensgegenstände

Heute bewahrt man üblicherweise wertvolle Gegenstände wie Kunstwerke, Schmuck und Edelmetalle in geschlossenen Depots auf. Die Verwahrstücke im geschlossenen Depot sind versiegelt, verschnürt oder verplombt. Das geschlossene Depot ähnelt einem Bankschließfach.

Die Bank führt aus Kontrollgründen zwei Arten von Depotbüchern: das persönliche Depot und das Sachdepot.

Das Sachdepot ist nach Wertpapierarten geordnet, das persönliche Depot wird auf den Namen des Depotinhabers geführt. Die Rechtsgrundlage für die Depoptverwaltung bildet das Depotgesetz, das eine Reihe von Vorschriften zum Schutz des Inhabers enthält.

Vorteile eines geschlossenen Depots

Der Vorteil des geschlossenen Depots liegt darin, dass sein Inhalt für Außenstehende nicht erkennbar ist. Ohne die Verletzung von Plomben oder Siegeln kann das Verwahrgut nicht geöffnet werden. Die Bank hat über den Inhalt und die daran bestehenden Rechte also keine Kenntnis.

Der Besitzer kann jederzeit gegen Quittung die Herausgabe des Depotinhalts verlangen. Der Hinterleger muss die Verwahrungsgebühren bezahlen und dafür sorgen, dass alle aufbewahrten Gegenstände keinen durch ihn verursachten Schaden nehmen.

Die Gebühr des Kreditinstituts zur Aufbewahrung richtet sich daher hauptsächlich nach der Größe des Verwahrstücks. Werden zusätzlich Versicherungen abgeschlossen, ist selbstverständlich die Haftungssumme entscheidend.

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