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Wie findet man die meistgesuchten Aktien?

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Wie findet man eigentlich die meistgesuchten Aktien? Die Kapitalanlage in Aktien gehört zu den gewinnträchtigsten Anlageformen überhaupt. Dem gegenüber steht das Risiko, dass die Kurse der gekauften Wertpapiere sinken oder die betreffende Firma insolvent wird. Im letzteren Fall ist in der Regel ein Totalverlust zu erwarten. Wie aber macht man es, dass die Anlage in Aktien gewinnbringend wird?

Ein Patentrezept wäre natürlich schön, gibt es aber nicht. Eine mögliche Antwort ist einfach und schwer zugleich: Es werden die Aktien gekauft, die zu den meistgesuchten gehören oder einst zu den meistgesuchten werden. Wie man das macht? Nun, damit beschäftigt sich dieser Artikel.

1.) Grundidee der Spekulation

Vor dem Kauf von Aktien sollte der Anleger sich gründlich über die Spekulationsidee informieren. Es sind damit nicht die Bilanzen oder Geschäftsberichte der Unternehmen gemeint, sonder vielmehr wirklich diejenige Idee, die hinter dem Kauf steht. Naturgemäß gibt es lohnenden Spekulationsideen und weniger lohnende.

Typische Gedankengänge für weniger lohnende Investitionen orientieren sich an der Gegenwart und der Vergangenheit. Der potenzielle Käufer fragt sich, wie die Erfolge des Unternehmens heute sind und wie sie in der Vergangenheit waren. Oder er versucht den bisherigen Kursverlauf zu interpretieren und sucht in der Grafik nach versteckten Mustern, die ihm bei der Entscheidung helfen sollen.

Die Gedankengänge von erfolgreichen Spekulanten sehen anders aus. Sie fragen sich, was die Zukunft bringen wird und welche Unternehmen von dieser Entwicklung profitieren. Langfristig denkende Anleger kaufen die Anteile dieser Unternehmen und lassen diese so lange im Depot, bis dass entweder der Kurs für einen Verkauf attraktiv geworden ist, oder aber die Spekulationsidee hinfällig wurde.

2.) Ein Beispiel

Hans Müller ist neu an der Börse und möchte einen schnellen Gewinn machen. Er schaut sich die Tagesumsätze an und liest die Geschäftsberichte der bekanntesten Unternehmen. Besonders gut gefällt ihm der Wert der Firma Eklatus, die sich im Energiesektor befindet.

Die Aktie der Firma ist nun schon den dritten Monat in Folge gestiegen und in der Vergangenheit hat die Firma jedes Jahr ihren Umsatz steigern können. Er entschließt sich, all sein Geld in diese Firma zu investieren und freut sich, dass der Kurs am gleichen Tag tatsächlich weiter steigt.

Dies geht auch noch zwei Wochen weiter so, bis dass der Kurs, völlig ohne Grund, wie Herr Müller denkt, zu fallen beginnt. Erst viel zu spät verkauft er die Werte und erfährt durch Zufall, dass die Produkte, die diese Firma herstellt, wegen einer politischen Maßnahme nicht mehr nachgefragt werden.

Anders Herr Wolfgang Maier.

Er informiert sich auch, allerdings liest er namhafte Zeitungen und versucht in die Zukunft zu sehen. Schon früh erfährt er von den bestimmten Plänen der Regierung, die eine Wende der bisherigen Energiepolitik plant. Entspannt denkt er über die Konsequenzen nach und verkauft dann seine Anteile, die er an Firmen hält, die wahrscheinlich unter der neuen Politik leiden werden.

Darüber hinaus ist er mutig und kauft Aktien, über die zurzeit kaum einer spricht. Er hofft darauf, dass durch die Energiewende kleinere Unternehmen profitable Gewinne machen werden.

Zwei Jahre später sind von den sieben kleinen Unternehmen, deren Aktien er gekauft hat, zwei bankrott, drei verzeichnen gleichbleibende, geringe Umsätze und die beiden verbleibenden Firmen streiten um die Marktherrschaft. Es ist unschwer sich vorzustellen, welchen Gewinn Herr Maier gemacht hat.

3.) Die größten Gewinne macht man in der Zeit

Es ist schwer, eine Aktie eines bekannten Unternehmen zu finden, die sich in den letzten dreißig Jahren nicht positiv entwickelt hat. Der Anleger, der heute kauft und seine Anlage streut, hat selbst in schweren Zeiten nach rund zehn Jahren einen Gewinn zu verzeichnen. Die einzige Frage, die noch bleibt, ist die, wie man sein Kapital so aufteilt, dass man möglichst wenig Risiko hat. Da hilft uns die Wahrscheinlichkeitsrechnung weiter, die für solche Fälle eine gut brauchbare Formel bereitstellt.

Angenommen, ein Anleger hat eine zündende Idee und hat wie Herr Maier sieben Alternativen, unter denen er wählen kann. Wie soll er sein Geld verteilen?

Als Erstes sollte er sich eine Liste machen, in der die Werte mit der (geschätzten) Gewinnwahrscheinlichkeit aufgezählt sind. Etwa so:

  • Firma A – 80%
  • Firma B – 70%
  • Firma C – 70%
  • Firma D – 55%
  • Firma E – 25%
  • Firma F – 50%
  • Firma G – 40%

Dann setzt man die Wahrscheinlichkeit in diese Formel ein:

Einsatz = Kapital * (2 * Wahrscheinlichkeit -100) / 100

Liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einer Anlage Verlust macht, über 50%, wird nach dieser Formel ein negativer Wert berechnet. Das bedeutet, dass diese Anlage unrentabel ist.

Bei einem Kapital von maximal 10.000 Euro, das man für jeden einzelnen Wert aufwenden wollte, würden nach dieser Berechnung für die Firmen D, C, B und A Aktien in Wert von jeweils 1000, 3600, 3600 und 6000 Euro investiert.

Und ganz sicher ist es so, dass die Aktien der Firmen, die einst gute Gewinne machen, auch zu den meist gesuchten Aktien zählen werden.

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