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Diese persönlichen Voraussetzungen sollte man zum Aktienhandel mitbringen

Persönliche Voraussetzungen eines Aktionärs

Bevor man sich auf die Börse und ihre Chancen sowie Risiken einlässt, sollte man sich vorher selbst ehrlich fragen, ob man die nötigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss seiner Wertpapiergeschäfte mitbringt. Viele Anleger scheitern, weil sie sich blauäugig an der Börse engagieren und sich keine Gedanken über die nötigen persönlichen Voraussetzungen eines Aktionärs machen.

Diesen Fehler sollte man auf keinen Fall machen. Es lohnt sich vorher zu überlegen, ob man wirklich in seiner Person die unabdingbaren Anforderungen an einen erfolgreichen Aktionär mitbringt. Und damit meinen wir nicht zunächst fachliche Dinge. Denn für letzteres gibt es ja aktien-handeln.info!

Kann man einen Totalverlust verkraften?

Das erste und wichtigste Kriterium ist die Frage, ob man den Totalverlust seiner Anlage hinnehmen könnte. Damit sind zwei Dinge gemeint:

  • psychisch und
  • wirtschaftlich

Psychische Gesichtspunkte

Gesicht einer PersonAuf der einen Seite ist es für nicht wenige ziemlich niederschmetternd, wenn eine bestimmte Aktie um 50% und mehr nachgibt. Es könnte sein, dass man sich noch lange Vorwürfe machen wird, da man sich „doch bei dieser Aktie so sicher gewesen war“.

Wer also mit dem Auf und Ab der Börsen nicht leben kann, sollte vom aktiven Aktienhandel lieber Abstand nehmen. Nicht nur wegen der schlechten Gefühle selbst sondern auch deshalb, weil diese Angst das erfolgreiche Handeln negativ beeinflussen könnte.

Wirtschaftliche Gesichtspunkte

Natürlich möchten alle Anleger Gewinne verzeichnen, doch das Geld, das in Aktien gesteckt wird, darf nicht für den Lebensunterhalt benötigt werden. Es wäre ein Desaster, wenn ein Investor nach einem kurzfristigen Kurseinbruch von einem Tag auf den anderen seine Miete nicht mehr bezahlen könnte.

Überhaupt kann man sagen, dass nur ein gewisser Prozentsatz des gesamten Vermögens unter Risikogesichtspunkten an der Börse investiert sein sollte. Je nach Lebensalter könnte dieser Satz bei 10% Aktien (Mitte 60) bis zum Beispiel 70% (Mitte 20) liegen. Wer jünger ist, und das Geld auch noch für Jahre unangerührt lassen könnte, kann diese zur Verfügung stehende Zeit immer mit einem hohem Aktienanteil nutzen.

Auf gar keinen Fall sollten Wertpapiergeschäfte von Anfängern mit geliehenem Geld gemacht werden. Selbst ein kleiner Kurseinbruch kann so zu einem herben Verlust führen.

Angenommen, ein Spekulant kauft mit geliehenem Geld für 10.000 Euro Aktien. Gleich nach dem Kauf fällt die Börse um runde 10% und der Spekulant muss seine Aktien verkaufen, weil sein Kredit nicht mehr gedeckt ist. Egal ob die Börse am anderen Tag wieder steigt oder weiter fällt, es bleiben runde 1000 Euro Verlust stehen.
Hätte der Anleger nicht auf Kredit gekauft, dann hätte er Zeit. Er wäre nicht an Rückzahlungsverpflichtungen gebunden. Problemlos könnte er ein halbes Jahr oder länger warten und dann entscheiden, ob er einen Verlust realisieren möchte. Wahrscheinlich wäre der Wert aber in der Zeit wieder auf den alten Stand gestiegen.

In der Ruhe liegt die Kraft / der Erfolg

Sofort nach der relativen finanziellen Unabhängigkeit steht die Charaktereigenschaft, in turbulenten Zeiten nicht die Ruhe zu verlieren.

Persönliche Voraussetzungen eines Aktionärs: Ruhe gehört dazuDie meisten Anleger machen den Fehler, sich von der Masse mitziehen zu lassen. Verkaufen alle, machen sie es ebenso. Sie denken nicht darüber nach, ob die Kurse morgen steigen oder weiter fallen könnten. Dementsprechend sind ihre Gewinne meist marginal. Sie gewinnen vielleicht ein paar Prozent, die sie gleich mitnehmen, wenn die Masse verkauft.

Kauft die Masse wieder, wird der gleiche Wert, womöglich noch teurer, wieder dazu gekauft. Dieses ständige Hin und Her beglückt wegen der fälligen Provision den Börsenhändler respektive die Broker, nicht aber den Anleger.

Unterscheidung zwischen Daytrader und Investor

Daytrader? Was ist das denn nun schon wieder? Mit diesem Begriff werden Aktionäre beschrieben, die ein und dieselbe Aktie an einem Tag kaufen und nur wenige Momente, manchmal Sekunden, manchmal Minuten oder Stunden wieder verkaufen. Für Daytrader sind wenige Cent (aufgrund höherer oder gehebelter Anlagen) entscheidend. Sie müssen minütlich am Ball bleiben und den Kurs beobachten.

Ein Investor hingegen legt sein Geld deshalb in das Beteiligungspapier eines Unternehmens an, weil er vom langfristigen Erfolg desselben überzeugt ist. Ihm sind kurzfristige Schwankungen des Kurses egal. Eine Anlageentscheidung trifft der geneigte langfristige Aktionär erst nachdem er sich die wichtigsten Geschäftszahlen angeschaut und das Geschäftsmodell der Aktiengesellschaft verstanden hat. Er bleibt dem Unternehmen nicht selten über Jahre hinweg treu.

Diesen Unterschied sollte man sich vor dem Handel der ersten Aktie klar machen und für sich selbst entscheiden, welche Art von Anleger man sein möchte – mit allen Konsequenzen.

Fazit: Benötigt werden die vier G’s

Alles in allem kann man sagen, dass man an der Börse die vier G´s benötigt. Man braucht Geld, Gedanken, Geduld und natürlich auch ein wenig Glück, um ein erfolgreicher Spekulant zu werden.

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