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Was ist eigentlich ein Depot?

Oft werden höhere Vermögen in einem Depot verwahrt

Früher, als die Börsen wie wir sie heute kennen noch in den Kinderschuhen steckten, durften sich Anleger freuen. Wer eine Aktie sein Eigen nannte, bekam als Nachweis dessen darüber eine Urkunde ausgestellt. Die Aktie wurde in Papierform tatsächlich ausgeliefert.

Im Laufe der Zeit gestaltete sich der Kauf und Verkauf anders. Der Aktinehandel wurde schnelllebiger und so waren „echte Urkunden“ eher ein Hindernis denn nützlich für den reibungslosen Handel.

Eine andere Lösung musste her und so erfand man die heute bekannten sogeannnten Depots. Doch was ist ein Depot eigentlich ganz genau?

Für den Aktienhandel und zur Verwahrung der Eigentumsrechte wird zum Einen eine Bank oder ein Broker, und zum Anderen ein dort geführtes Depot benötigt.

Wertpapierdepot einfach & verständlich erklärt

Ein Depot ist also im Endeffekt ein bei einer Bank oder einem Broker (eine Art spezialisierte Bank) geführtes Konto, in dem die gekauften Wertpapiere als „Guthaben“ verzeichnet werden.

Es gibt allerdings einen entscheidenen Unterschied zu herkömmlichen Konten wie Tagesgeld und Sparbuch-Konten.

Zeichen der Börse: Bulle und StierBeispiel Sparbuch. Der Wert der auf den Sparbuchseiten vermerkt ist steht dem Inhaber des Sparbuchs zur Verfügung. Genau genommen handelt es sich um eine Forderung gegen die Bank. Sollte die Bank also pleite gehen, könnte es theoretisch passieren, dass man auch das eigene Sparguthaben nicht mehr zurück bekommt.

Anders hingegen gestaltet sich die Risiko-Verteilung beim Depotkonto. Beim Kauf von Aktien erwirbt man tatsächlich diesen bestimmten Anteil an einem Unternehmen. Die Bank verwahrt ausschließlich diese Rechte. Ihr gehören diese aber nicht.

Im Falle einer Insolvenz der Bank bracht man sich also eigentlich auch nicht um das eigene Depot zu sorgen. Denn der Inhalt dieses Depots gehört nicht zum Insolvenzvermögen der Bank. Andere Gläubiger können keinen Zugriff auf dieses Vermögen nehmen.

Bei einem „ganz normalen“ Bankkonto hingegen ist man nur einer von vielen Gläubigern der Bank. Verfügt die Bank nicht mehr über ein entsprechendes Kapital, kann sie auch die Forderungen, die in den Girokonten & Co. verzeichnet sind nicht mehr bedienen.

Verschiedene Depotarten / Verwahrarten

Wer sich tiefgreifender mit der Funktionsweise eines Depots beschäftigt wird früher oder später auf die verschiedenen Arten der Verwaltung treffen. Zu nennen sind die Folgenden:

Die im alltäglichen Leben wohl gängiste Form der Depotverwaltung ist die Girosammelverwahrung. Dieser Begriff beschreibt den Fall, dass die Aktien nur noch auf nur als Depotguthaben auf Girosammeldepotkonten geführt und umgebucht werden.

Als Aktionär erhält man rechtlich einen Miteigentumsanteil. Man ist berechtigt von der verwahrenden Stelle die Herausgabe (=Depotübertrag, Verkauf) zu verlangen.

Wie genau die Verwaltung des Aktienbestands vorgenommen wird, kann man dem Depotvertrag entnehmen, der mit der Bank geschlossen wird.

Zahlreiche Depotanbieter

In Deutschland gibt es zahlreiche tätige Depotanbieter.

Bei Banken und Sparkassen können in den Filialen Depots eröffnet werden. Auch bei vielen Direktbanken gibt es Wertpapierdepots zur Verwaltung des Aktien- und Wertpapiervermögens. Dazu gibt es immer mehr Online-Broker, welche sich auf diesen Bereich spezialisiert haben und deshalb ausschließlich Depotleistungen anbieten.

Die Anbieter haben zum Teil sehr unterschiedliche „Depotarten“ im Angebot. Sowohl Viel-Käufer/Verkäufer die mit einem hohen Volumen mehrmals im Monat handeln als auch für Privatleute, die in fünf Jahren vielleicht zwei bis drei Transaktionen durchführen gibt es maßgeschneiderte Angebote.

Die Auswahl des persönlich „richtigen Depots“ ist nicht unwichtig. Die Kosten variieren und so lohnt sich in jedem Fall ein Vergleich. Zumal man in der Regel bei einer einmal getroffenen Depotentscheidung auch über Jahre bei diesem Anbieter bleiben wird. Jeder unnötige Euro geht dann ins Geld.

Wirklich gut und klar verständlich erklärt wird das Depot auch in diesem Video:

Fazit: Was ist ein Depot? Eine Verwahrstelle!

Fassen wir zusammen und kommen zu einer einfachen Antwort auf die Ausgangsfrage „Was ist ein Depot?“. Was man unbedingt als Basiswissen mitnehmen sollte ist, dass ein Depot im Endeffekt nur ein Angebot seitens einer Bank ist, die gewünschten Aktien einfach und sicher zu verwalten.

Die Bank selbst darf die Aktien regelmäßig nicht in „Form von Krediten“ weitergeben. Sie ist allein für die Verwahrung zuständig. Die gekauften Papiere gehören nicht zum Vermögen der Bank und sind damit meist auch nicht dem Insolvenzrisiko der Bank unterworfen. Man selbst bleibt Miteigentümer am entsprechenden Aktienbestand.

Weitere Ressourcen:

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